Dienstag, 31. Januar 2017

[Rez] The Young Elites - Marie Lu

Titel: Die Gemeinschaft der Dolche
Autor: Marie Lu

Sprache: Deutsch
Verlag: Loewe
Reihe: The young Elites 1/3
Einband: Hardcover
Preis: 18,95
Seiten: 416
Meine Wertung: 2,5 von 5 Federn


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Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe...


Das Cover passt zur Geschichte, ist allerdings nicht wirklich ein Blickfang. Ich nehme mal an, das Adelina auf dem Cover sein soll.
 


Young Elites war wirklich eines der Bücher, denen ich sehnlichst entgegen gefiebert habe. Ich wollte endlich mal wieder was richtig gutes und packendes lesen. Da die „Legend“-Trilogie mit zu meinen Lieblingen zählt, hatte ich große Hoffnung.

Das Setting klang immerhin schon sehr vielversprechend, die Idee innovativ und der Schreibstil ist ja sowieso schon super. Das Blutfieber, eine geheime Allianz und eine Rebellion. Ich habe mich vor allem auf viele spannende Enthüllungen gefreut.

Den größten Teil der Geschichte erlebt man aus Adelinas Sicht. Adelina ist vom Blutfieber gezeichnet und wünscht sich nichts sehnlicher als die Anerkennung ihres Vaters. Doch der zieht Adelina ihre Schwester (ohne Makel) natürlich vor. Adelina versucht dem Leser trotz all ihrer düsteren Gedanken verständlich zu machen, wie sehr sie ihre Schwester trotzdem liebt. Schon an diesem Punkt war das „Warum“ für mich recht schwierig nachzuvollziehen und Adelinas Gedanken, lassen die Tatsache auch irgendwie unglaubwürdig wirken.

Richtig los geht es erst, als Adelina versucht aus den Fängen ihres Vaters zu fliehen. In ziemlich kurzer Zeit lernt man viele Charaktere kennen bzw. eigentlich bekommt man sie nur mit Namen und einer vagen Beschreibung vorgesetzt.

Ab da plätscherte es leider wirklich nur noch so vor sich hin und ich musste das Buch für einige Tage bei Seite legen. Ich mochte Adelina nicht sonderlich, was auch daran liegen konnte, dass ich zum Zeitpunkt des Lesens noch nicht wusste, dass es sich mehr um eine „Antiheldin“ handeln sollte.

Aber auch alle anderen Charaktere blieben sehr blass und undurchsichtig. Sie fielen mir weder positiv noch negativ auf, sie waren halt einfach da.

Natürlich geht es auch hier nicht ohne eine kleine Romanze. In Legend noch hat Marie Lu es super hin bekommen, dass diese Romanze nicht der Fokus war – in „Young Elites“ leider nicht. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man sich in jemanden verlieben kann und jemanden so sehr anschmachtet, den man gerade einmal wenige Tage „kennt“ – kennen heißt hier „Namen und Körper“.

Noch dazu ist Adelina wirklich unheimlich naiv und vorallem gerne „hilflos“ – obwohl sie einem gerne das Gegenteil beteuert und es auch eigentlich ganz und gar nicht ist.
In vielen Situationen hat sie einfach völlig daneben gehandelt, das ganze Drama hätte nicht entstehen müssen, wenn sie sich nicht von allen Varianten immer die dümmste (egoistischste, wo muss ich mich am wenigstens mit mir auseinander setzen) ausgesucht hätte.
Von Gemeinschaft und Loyalität ist hier keine Spur zu sehen und wenn einem sogar der „Inquisitor“ Teren sympathischer ist und man deutlich mehr über ihn weiß, als über den Rest, dann sagt das schon einiges aus.



Wirklich schade. Die blassen Charaktere, die unsympathische Protagonistin und die langatmige Mitte haben eine super Idee für mich leider zum Flop werden lassen. Eventuell werde ich den zweiten Band trotzdem lesen (weil Marie Lu!), denn im Epilog sah es so aus, als würde man diesen aus der Sicht eines tougheren Charakters bestreiten.

Für mich sind das 2,5 Sterne – tolle Idee, tolles Setting und Teren. Ich hab wirklich versucht es zu mögen. :(



  


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