Montag, 30. Januar 2017

[Rez] Angelfall ~ Tage der Dunkelheit - Susan Ee

Titel: Tage der Dunkelheit
Autor: Susan Ee

Sprache: Deutsch
Verlag: Heyne
Reihe: Angelfall 2/3
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99
Seiten: 448
Meine Wertung:5 von 5 Federn



Kaum hat Penryn ihre kleine Schwester Paige aus dem Hauptquartier der Engel in San Francisco befreit, wird diese erneut entführt. Und so muss sich Penryn in den rauchenden Trümmern der Stadt erneut auf die Suche nach Paige machen. Dabei findet sie heraus, welch finstere Pläne die Engel wirklich verfolgen. Ihre letzte Hoffnung ist der gefallene Engel Raffe, der jedoch vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens steht: Soll er auf sein Herz hören und Penryn helfen, oder soll er versuchen, seine Flügel zurückzubekommen?

Das Cover passt schon gut zur Geschichte, allerdings fand ich das Design des Hardcovers irgendwie doch noch ein bisschen besser :D Aber das ist meckern auf hohem Niveau.
 

Obwohl es schon eine (nicht nur gefühlte) Ewigkeit her ist, musste ich nur ein paar Seiten vom Sequel lesen, um wieder in der Geschichte von Penry, Raffe und dem Ende der Welt gefangen zu sein.
Wer Band 1 genauso gerne gelesen hat, wird hier nicht enttäuscht werden.

Band 2 startet langsam und bedächtig, in der Zufluchtsstätte der Rebellen, wo dem Leser nochmal einige Ereignisse aus Band 1 ins Gedächtnis zu rufen, nur um dann einige Kapitel später wieder rasant und actiongeladen loszulegen.
Susan Ee verbindet phantastische Elemente mit bereits existierenden Orten (z.B. eine sehr bekannte Insel, die ein Gefängnis ist – nein, nicht Azkaban!) und lässt einen durch den einfachen und mitreißenden Schreibstil quasi durch die Geschichte fliegen.

Die Zügel werden in Band 2 deutlich straffer gezogen, Penryn kann sich nicht mehr auf ihr bloßes Glück verlassen und das Überleben wird härter und härter – erschwerend kommt hinzu, dass Ihre Mutter anscheinend immer weiter dem Wahnsinn verfällt und Ihre kleine Schwester nicht mehr dieselbe ist. Beide sind super authentisch.

Penryn selbst ist einfach ein super Charakter. Sie ist nicht strahlend schön, nicht unglaublich perfekt – sie hat Makel und Macken. Für mich ist Penry genau die richtige Mischung aus hilflos und mächtig, alles was sie kann, wird fundiert hergeleitet und steht ihr nicht wie aus dem Nichts zur Verfügung (so nach dem Motto: hier, deine Superkräfte, frag nicht woher sie stammen).
Sie muss sich alles mühsam erarbeiten und ich persönlich habe mir mehr als einmal gedacht, Gott sei Dank muss ich das nicht auch machen.

Die Beziehung von Penry und Raffe ist für mich tatsächlich das perfekte Maß an Romanze– nicht zuviel Kitsch, authentische Gespräche und auch mal Schweigen und Meinungsverschiedenheiten. Kein ewiges Geknutsche in den unpassendsten Situationen, kein „du hast Recht, weil du so heiß bist“.

All das, zusammen mit der düsteren Stimmung, dem Kampf ums Überleben und dem Willen, niemals aufzugeben, machen das Buch wirklich zu einem meiner Highlights und ich freue mich riesig, das es weiter geht – auch wenn ich immer noch ein bisschen grantig über das Taschenbuchformat bin.

 

  


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