Donnerstag, 16. Oktober 2014

[Rez] Christoph Zachariae - ÖDLAND

Titel: Ödland - Der Keller
Autor:Christoph Zachariae
Sprache: Deutsch
Verlag:Lucid Dreams
Reihe: 1/3
Einband: Ebook
Preis: 2,99€
Seiten: 257
Meine Wertung: 3,5 von 5 Federn



Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND.
Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben.
Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat.

Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen.

Erzählt wird Megas Reise durch das ÖDLAND zu den Ursprüngen ihrer Existenz, denn Mega hat nie vergessen, dass sie nicht im Keller geboren wurde.



Passt würde ich meinen, dadurch bin ich auf jeden Fall auf das Buch aufmerksam geworden!
 





Vor kurzem habe ich eine sehr nette Rezensionsanfrage bekommen und ich wurde gefragt, ob ich nicht „Ödland“ lesen wolle. Sehr passend, dass das Buch eh auf meiner Wunschliste stand, nicht wahr?

Im Buch selber gibt es zwei Handlungsstränge, die im Ödland spielen. Die ganze Welt ist zerstört, Überlebende hungern und sterben. Mega lebt mit einer Gruppe von Leuten unterirdisch. Doch die Vorräte reichen nicht für immer. Und so muss sie sich raus ins Ödland wagen.

Der andere Handlungsstrang ist von Hagen, dem Anführer der – nennen wir sie Wilderer – die alles tun um zu überleben und grausam ohne Ende sind.

Die Gewaltdarstellung im Buch ist teilweise schon sehr explizit, daher würde ich es eigentlich gar nicht mehr als „Jugendbuch“ bezeichnen. 

Anfangs war ich völlig verwirrt, das hin und her zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Mega und Hagen hat mich echt durcheinander gemacht. Aber nach einigen Seiten wird das ganze klarer und man findet sich zurecht.

Die Handlungsstränge mit Mega haben mir allerdings mehr zugesagt, als die von Hagen, denn Mega macht eine Wandlung durch, sie wird erwachsen, während man bei Hagen einfach nicht weiß, was man von ihm halten soll.

Die Seiten fliegen dahin und ich persönlich fand es durchweg spannend und unterhaltsam.
Ein Störfaktor war ab der Mitte, dass plötzlich „Herr“, „Frau“ und „Doktor“ als Anrede verwendet wurde. Das konnte ich nicht ganz nachvollziehen und es hat den Lesefluss gestört und einen von den Charakteren distanziert. Einfach weglassen und alles ist gut.

Zum Ende des ersten Bands wird es immer rasanter und spannender und es hat wirklich Spaß gemacht. Und dann kommt natürlich ein echt mieser Cliffhanger. Aber es hat mir ja gefallen, deswegen werde ich Band 2 auch lesen.


Alles in allem fand ich Ödland gut und es bekommt 3 Sterne mit Tendenz zu 4. Für ein selbstverlegtes Buch ist es super korrigiert und der Stil ist super. Ich wüsste gerne noch mehr, was im Ödland passiert ist, was es mit Hagen auf sich hat und woher Mega kommt. Aber vielleicht erfahren wir das ja in Band 2 ;)


 

Homepage: Christoph Zachariae


Vielen Dank für das Reziexemplar!

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