Freitag, 31. Mai 2013

[Rez] Maryrose Wood - The poison Diaries 1

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Titel: The Poison Diaries
OT: The Poison Diaries
Autor/in:
Maryrose Wood
Verlag:
FJB
Reihe: Poison Diaries
Gebunden: 272 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 14,95€
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Die Poison Diaries der Beginn einer lebensgefährlichen Liebe
Um 1800: Jessamine lebt mit ihrem Vater in einer verlassenen Kapelle im Norden Englands. Sie führen ein stilles, von Jahreszeiten geprägtes Leben. Jessamines Vater ist Botaniker, seine Leidenschaft sind Heil- und Giftpflanzen. In einem verborgenen Giftgarten züchtet er mächtige tödliche Gewächse, sorgsam darauf bedacht, seine Tochter von der Gefahr fernzuhalten. Als eines Tages Weed auftaucht, ein rätselhafter Fremder mit absinthgrünen Augen, verfällt Jessmine ihm sofort. Doch kaum haben die beiden zueinander gefunden, wird das Mädchen sterbenskrank. Was ist Weeds dunkles Geheimnis? Ist er ihre Rettung oder bringt er den Tod?


Find ich schön und vorallem der Buchschnitt mit den Ranken ist ein echter Blickfang! ;)
 


Tja… hier war es leider nicht, was ich erwartet hatte. Leider im negativen Sinne.

Jessamine lebt mit ihrem Vater – einem Tränke Meister – in einer Ruine. Sie ist oft auf sich alleine gestellt, da ihr Vater durch die Gegend reist, um immer neue Pflanzen zu entdecken und zu erforschen. Als dann eines Tages der Waisenjunge Weed bei ihnen untergebracht wird, freundet sie sich schnell mit ihm an. Und natürlich entwickelt sich zwischen ihnen eine Liebe, deren Wurzeln so tief gehen, wie die eines 100 Jahre alten Baumes.

Der Schreibstil hat mich wirklich kämpfen lassen, auch wenn das Buch so kurz ist. Er wirkt lieblos und distanziert, obwohl das Hauptthema des Buches ja eine Liebesgeschichte ist!
Die Protagonisten blieben mir allesamt einfach nur fremd. Anders kann man das nicht sagen. Jessamine war einmal eine Zicke und dann wieder das arme einsame Mädchen, die mir nie wirklich sympathisch war.

Weed ist natürlich der seltsame, geheimnisvolle Junge, der mit Pflanzen reden kann, weswegen Jessamines Vater ihn bittet, ihm alles über die Pflanzen zu sagen. Er willigt in die Verlobung der beiden ein, in der Hoffnung, dass Weed ihm alles erzählen würde.

Die Liebe zwischen den beiden hat sich entwickelt – leider ist das wohl an mir vorbeigegangen. Auf einmal haben sie sich einfach geküsst und ja, finden sich unglaublich toll und wollen für immer zusammen sein.

Um die Pflanzen geht es dabei auch eher weniger, vor allem hat die Geschichte nicht mal den Raum um sich zu entfalten. 280 Seiten sind einfach zu wenig, um die wirklich interessante Idee glanzvoll umzusetzen und wenn dann der Schreibstil nicht mal passt, ist es vorbei. 
Und dann war da auch noch der Oleander (ja, die Pflanze) die mit Jessamine im Koma redete. Halluzinationen.









Leider absolut nicht mein Fall, die Idee war wirklich klasse, die Umsetzung dagegen mehr als mangelhaft. Platter, liebloser Schreibstil, blasse Charakter und die Emotionstiefe eines Teelichts.

Dienstag, 28. Mai 2013

[Rez] Gennifer Albin - Cocoon

2 Kommentare

Titel: Cocoon 
OT: Crewel
Autor/in:
Gennifer Albin
Verlag:
Egmont INK
Reihe: Crewel
Gebunden: 356 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 17,99€
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Gefangen hinter Mauern wie aus Licht gesponnen, wagt sie den Kampf gegen die Tyrannei. Arras ist eine kalte, lichtdurchflutete Welt, deren Bewohnern jede Selbstbestimmung genommen wurde – selbst im Tod ist niemand frei. Nur wenige können hoffen, durch die Gilde der Zwölf in den Heiligen Convent aufgenommen und damit für ein Leben in Luxus und Überfluss erwählt zu werden. Doch Adelice ahnt, dass das scheinbare Privileg in Wirklichkeit Verdammnis bedeutet, schließlich hat niemand den Convent je wieder verlassen … So versucht sie vergebens, ihre seltene Begabung zu verbergen. Denn gesegnet mit der Fähigkeit, das Gewebe des Lebens zu flechten, Schicksalsfäden miteinander zu verweben oder einzelne daraus zu entfernen, ist sie genau das, wonach die Gilde seit Langem sucht. Adelice kämpft um ihre Freiheit und das Leben ihrer Schwester und beginnt, die goldenen Fäden des Kokons zu zerreißen, der sie und die Menschen von Arras gefangen hält …

Das Cover find ich schön, die Fäden passen gut zur Geschichte.
 


‚Cocoon‘ hatte wirklich eine interessante Idee und ich war wirklich gespannt wie die Autorin das ganze umsetzen würde.
Adelice kann die Stränge des Gewebes aus dem Arras besteht sehen – ohne Webstuhl. Niemand anderes kann das und so versuchen ihre Eltern sie vor dem Convent zu schützen. Doch bei der Prüfung unterläuft ihr ein Fehler und sie wird einberufen, ihr Vater getötet und ihre Mutter sowie ihre Schwester sind unauffindbar.
Im Convent stellt Adelice fest, dass alles unter der Strengen Hand der Gilde Tyrannei herrscht. Bei den leisesten Anzeichen von Ungehorsam erwartet man den Tod – man wird einfach aus dem Gefüge gerissen.

Umso schneller wird Adelice dank ihrer Fähigkeiten zum Spielball der politischen Mächte. Einzig Jost und Erik scheint sie Vertrauen zu können – aber kann sie wirklich irgendjemandem in diesen Mauern vertrauen?

Die Idee hörte sich einfach super an und so stürzte ich mich voller Erwartungen in das Buch und die Welt des Webens. Leider merkte ich recht schnell, dass das Buch meinen Erwartungen nicht sehr nahe kam. 

Zum einen mag das daran liegen, dass mir das Weben auch nach vielen Erklärungsversuchen einfach nicht klar vor Augen stand. Ich habe das gesamte Prinzip nicht verstanden und generell war mir die ganze Welt im Buch eher blass vor Augen. An einigen Stellen hat es mich sogar verwirrt.

Auch die Charaktere stachen nicht sonderlich heraus. Die ‚guten‘ Charaktere waren mir fast schon egal, bei keinen von ihnen entwickelte sich eine besondere Sympathie. Selbes Spiel bei den Bösewichten. Niemandem konnte ich wirkliche Abneigung entgegen bringen. Auch die gesamten Beweggründe blieben mir so ziemlich verborgen.

Das gesamte Buch ist angefüllt mit so vielen Details und trotzdem bleiben die Weltstruktur und die Charakter blass, da konnten auch die vielen überraschenden Wendungen nichts dran ändern.

Emotional war es auch eine gerade Linie, keine besonderen Ausschläge. Wären sie alle gestorben, hätte das bei mir nichts hervorgerufen.

Die Idee an sich ist super, das Konzept leider sehr unausgearbeitet. Die Revolution von der die Rede ist, ist einfach nicht zu spüren. Die Details wurden an den falschen Stellen gebraucht und das Prinzip des Webens ist mir bis jetzt unklar.






Alles in allem eine sehr gute, neuartige Idee mit vielen Schwächen, so dass sich der Wille des Weiterlesens nicht einstellte. Schade.




Montag, 27. Mai 2013

[Rez] Angelika Diem - Vollstrecker der Königin 01

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Titel: Der Baeldin Mord
OT:
-
Autor/in:
Angelika Diem
Verlag:
Machandel Verlag
Reihe: Vollstrecker der Königin

Kindle: 105 Seiten

Sprache: Deutsch

Preis: 1,65€

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Mord ist niemals gut. Auch wenn es "nur" eine Kammerzofe trifft. Die rein zufällig auf einem Schloss Dienst tut, auf dem sich eine politisch wichtige Heirat anbahnt.
Warum aber fühlt sich die Königin gefordert, einer bloßen Zofe wegen eine ihrer fähigsten Ermittlerinnen in die nördliche Provinz zu schicken?
Vollstreckerin Caitlynn stellt schnell fest, dass ihre Aufgabe alles andere als einfach ist. Unschuldige fühlen sich schuldig, viele Schlossbewohner haben ein Motiv, und Caitlynns Magie stößt an ihre Grenzen.
War die Zofe am Ende doch nicht so unwichtig?




Das Cover war es, was mich überhaupt dazu bewogen hat, die Leseprobe anzulesen. Ich find's irgendwie toll. Und sehr passend zur dahinter liegenden Geschichte!
 



‚Vollstrecker der Königin‘ habe ich von der Autorin selber bekommen. Es erreichte mich eine sehr nette Email und mit den Worten: ‚Ich reihe mich gerne hinter ihrem großen SUB ein‘ hatte sie mich auch schnell auf ihrer Seite.

Als ich die Leseprobe gelesen habe und mir nicht auf Anhieb 100 Fehler ins Auge gesprungen sind, war es entschieden – das lese ich.

‚Vollstrecker der Königin‘ ist ein historischer Krimi mit Fantasy Elementen, normalerweise nicht mein Genre, aber die Kurzbeschreibung klang wirklich gut.

Im Großen und Ganzen geht es um Mord und Intrigen, verschmähte Liebhaber und Revolution.
Caitlynn ist eine junge Vollstreckerin und wird an den Hof Baeldin geschickt, um den Mord an der Zofe der Fürstin aufzuklären. Gezielt sammelt sie Informationen, setzt sich gegen Beeinflussung zur Wehr und klärt schließlich mehr als nur den Mord auf. Denn nichts ist so, wie es den Anschein hat.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und hat einen guten Erzählfluss. Leider trifft auch hier der Fluch der kurzen Geschichten zu. Auf den knapp 100 Seiten hat man einfach nicht die Zeit um die Charaktere kennen zu lernen, Umgebungsbeschreibungen sind sehr knapp gesät und alles muss sehr schnell gehen. Hier wäre mit ein paar mehr Seiten sicherlich viel mehr rauszuholen. Vor allem Caitlynn als Hauptcharakter hätte wesentlich mehr charakterisiert werden müssen, denn sie bleibt sehr Blass und der einzige Charakterzug, der auffällt ist ihre Zielstrebigkeit. 

Die Welt an sich bleibt sehr blass, bedingt durch den geringen Raum an Seiten. Man hätte viel mehr auf die Revolutionäre eingehen könne, auf die Charakter, auf die Mission selber. So kommt es leider, dass man durch die wenigen Seiten hetzt und der Mord nur allzu bald aufgeklärt ist.








‚Vollstrecker der Königin‘ enthält viele interessante Ansätze, vor allem die Idee des Schmerzsteins hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Insgesamt hätte man aus den knapp 100 Seiten locker 200-300 machen können, denn Potential sind sowohl in der Geschichte als auch im Schreibstil vorhanden. Manchmal ist weniger nicht mehr, trotzdem ein vielversprechender Ansatz. Von daher knappe 3 Punkte mit Luft nach oben!





Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an Angelika Diem :)  


Und hier noch der Trailer! :)

Sonntag, 26. Mai 2013

[Rez] Lissa Price - Enders

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Titel: Enders
OT:
Enders
Autor/in:
Lissa Price
Verlag:
IVI

Reihe: Starters

Gebunden: 368 Seiten

Sprache: Deutsch

Preis: 15,99€

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Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.



Hier wurde das Cover wieder nur eingefärbt, was hier aber ganz gut passt. Starters sind schwarz, Ender sind weiß. Ansonsten mochte ich das Cover ja schon bei Band 1 :)
 


Endlich mal wieder ein Buch, das mich so richtig fesseln konnte. Sobald ich angefangen habe zu lesen, waren alle Erinnerungen aus Band 1 wieder da – durchaus nützlich, da Band 2 direkt an den ersten anschließt.

Die Body Bank ist zerstört und Callie dachte, dass sie endlich ein ruhiges Leben mit ihrem besten Freund und ihrem Bruder führen kann. Helena hat ihr die Villa hinterlassen, mit der Bitte ihre Enkelin Emma zu finden.

Doch lange kann Callie ihr neues Leben nicht genießen, denn er ist immer noch da – der Old Man. Für sie beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und bis zuletzt scheint der Old Man ein unbesiegbarer Faktor zu sein, der sie kontrollieren und aufspüren kann. Egal wo sie ist. Doch nichts ist so, wie es scheint.

Enders hat mich direkt wieder in seinen Bann gezogen. Lissa Price verfügt über einen mitreißenden, spannenden Schreibstil, der gleichzeitig sehr einfach und leist ist, ohne große stilistische Aufwendung.

Enders fesselt durch die Schlag auf Schlag folgenden Ereignisse, sowohl für Callie als auch für den Leser selber gibt es keine Pause. Eine neue Situation folgt auf die nächste, eine unerwartete Information gesellt sich zur nächsten. Wahnsinnig gut und bis zum Ende weiß der Leser nicht, wie das ganze jemals ein Ende nehmen sollte. Und zum Ende hin wurde man dann auch von Seite zu Seite unruhiger. Wie sollte Lissa Price das auf so wenigen Seiten noch angemessen und zufriedenstellend zu Ende bringen?

Aber sie hat es geschafft – zu meiner Freude hält sie in Enders das Niveau von Starters, die Charakter gewinnen an Tiefe, Emotionen sind rar aber immer passend gestreut und man lernt viele neue Charakter kennen und lieben. Auch eine Liebesgeschichte bekommt man geboten, die aber nicht, wie bei vielen Jugendbüchern, die zentrale Stellung im Buch einnimmt. 
Der Fokus liegt nach wie vor auf den Starters und den Mikrochips. Man bekommt eine Information, denkt man weiß wie es weiter geht und zack – ein unerwarteter Moment.



Alles in allem eine gelungene Fortsetzung in der Lissa Price den Leser Stück für Stück auf das Finale zutreibt. Für mich war das Ende zufriedenstellend und alle offenen Fragen wurden geklärt. Definitiv eine Fortsetzung die das Niveau des Vorgängers halten konnte. Eine Leseempfehlung gibt’s von mir definitiv. Volle Puntzahl!




Vielen Dank an den IVI - Verlag für die Bereitstellung diese Rezensionsexemplars!