Samstag, 31. August 2013

[Rez] Andrea Bannert - Clyátomon

Titel: Clyátomon
OT: Clyátomon
Autor/in:
Andrea Bannert
Verlag: Candela Verlag

Reihe: -

Taschenbuch: 372 Seiten

Sprache: Deutsch

Preis: 14,90€

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Atlantis – versunkenes Land der Sage, seit Jahrtausenden lockt dein Ruf diejenigen, die dafür empfänglich sind. Viele träumen von dir, einige folgen dem Drängen deiner Stimme und suchen nach dir und manche kehren nie zurück … Auch Andreas, Marc und Manuela zieht es mit unerklärlicher Gewalt an und in die See. Immer unerträglicher wird ihnen ihre Existenz an Land, bis eine sternklare Sommernacht die Wende in ihrem Leben bringt. Wirklichkeit wird zur Legende und Träume werden Realität. Die drei geraten zwischen die Fronten in einem seit Generationen andauernden Krieg fremdartiger Kulturen in einer fantastischen Unterwasserwelt voll sagenhafter Geschöpfe und eigenwilliger Götter. Ihr Erscheinen löst die alles entscheidende Schlacht aus. Und während die Götter darauf warten, dass sich die Rasse der Meermenschen selbst auslöscht, versuchen Andreas, Marc und Manuela die Unterwasserreiche zu retten. Sie begeben sich inmitten der Kriegswirren auf die Suche nach dem sagenumwobenen Clyátomon. 





Wirkt wie ein Unterwasserbild und finde ich sehr passend gewählt.




Clyátomon habe ich von der Autorin selbst bekommen. Da ich schon früher furchtbar fasziniert vom sagenumwobenen Atlantis war und Bücher zum Thema verschlungen habe, gab es eine Zusage.

Leider fiel mir zuerst unangenehm auf, dass die Seiten sehr klein und dicht bedruckt sind. Wenn man abends liest und die Augen sich dann noch so anstrengen müssen, führt das nicht selten zu Kopfschmerzen.

Im Prolog bekommt man quasi direkt einen kleinen Einblick in das Unterwasserreich. Leider fiel es mir bei den vielen komplizierten Namen und Kontrahenten schwer, dem Verlauf zu folgen.

Als dagegen die Erzählung der drei Protagonisten anfängt, ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Umgebung und Settings Beschreibungen sind sehr detailliert und liebevoll gezeichnet. Die Geschichte wird schnell vorangetrieben.

Andreas, Marc und Andrea sind sich völlig fremd. Als sie durch zufällige Umstände aufeinander treffen, begreifen sie sofort, dass irgendetwas sie verbindet. Es gibt Parallelen zwischen ihnen, die man nicht direkt als normal bezeichnen kann. 

Alle drei Protagonisten werden von Andrea Bannert ausführlich vorgestellt.
Als der Ort des Geschehens allerdings ins Meer wechselt, ging für mich komplett der rote Faden verloren. Die Charaktere waren auf einmal blass und austauschbar obwohl das Setting gewohnt detailreich gehalten wurde. 

Auffallend für mich war auch, dass einige Dinge, die ich als wichtig erachtet habe, ganz kurz abgehandelt wurden. Andere dagegen nahmen sehr viel Zeit in Anspruch, was das ganze Verhältnis des Buches sehr aus dem Gleichgewicht gebracht hat. 

Es wurde nicht langweilig, doch das was einen mitgerissen hat, ging verloren. Auch die emotionale Ebene habe ich teilweise wirklich vermisst.



Alles in allem finde ich, dass Clyátomon ausbaufähig ist. Man merkt, dass Andrea Bannert viel Zeit und Liebe in die Schauplätze gesteckt hat, die sehr detailreich sind und einem fast schon bildlich vor Augen stehen. 
Leider sind dagegen die Charaktere wirklich blass – sowohl charakterlich als auch bildlich. Zwischenzeitlich sackt auch die Story und die Suche nach dem Clyátomon etwas in die Tiefe, so dass ich die Geschichte um das sagenumwobene Atlantis noch mit drei Federn bewerte.







Vielen Dank an Andrea Bannert!

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