Dienstag, 16. Juli 2013

[Rez] Jennifer Benkau - Stolen Mortality




Titel: Stolen Mortality
OT: Stolen Mortality
Autor/in:
Jennifer Benkau
Verlag:
Sieben Verlag

Reihe: Einzelband

Kindle: 360 Seiten

Sprache: Deutsch

Preis: 8,99€

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Jamian Bryonts steht mit dem Rücken zur Wand. Um seinen jüngeren Bruder zu schützen, nimmt er die Schuld für einen Fehler auf sich, den er nicht begangen hat, und unterwirft sich einem ewigen Fluch: Mittels eines Giftes raubt der Senat der Vampirjäger ihm die Sterblichkeit. Doch warum gerade diese diabolische Strafe für ihn gewählt wurde, stellt Jamian vor ein Rätsel. Und was hat es mit der Vampirfrau Laine auf sich, die zeitgleich in seinem schottischen Dorf auftaucht und über Gesetze nur lacht? Klar ist nur eins sie ist die Letzte, der Jamian vertrauen darf. Denn Laine hat einen tödlichen Auftrag.


Ich würde ja mal vermuten, dass das Laine sein soll, wobei ich mir diesen gehetzten Blick bei ihr gar nicht vorstellen kann. Sieht trotzdem gut aus ;)







In letzter Zeit werde ich des Öfteren mal wieder von Vampirbüchern überrascht – im positiven Sinne natürlich. Und als Jennifer Benkau ihr neues Buch rausbrachte, wurde ich direkt hellhörig, denn die Dark – Dilogie habe ich geliebt und vergöttert. Und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Stolen Mortality glänzt durch Jennifer Benkaus gewohnt bodenständigen, realistischen und ehrlichen Schreibstil.

Im Prinzip dreht sich die Geschichte um die Brüder Jamian und Junias. Jamian, der ältere von beiden, ist ein Wächter und als Junias einen Fehler begeht, nimmt er jede Strafe auf sich, um seinen Bruder zu schützen. Er wird mit der Unsterblichkeit bestraft. Kurz darauf trifft er auf eine ‚Vampirin in Nöten‘ und hilft ihr aus der Klemme. Laine ist wunderschön und verdreht ihm quasi direkt den Kopf. Nur ist diese gekommen, um ihn, den Wächter, zu töten. Der Grund dafür ist eine Prophezeiung, die sowohl Fluch als auch Segen sein kann.
Durch die gesamte Story zieht sich eine düstere, beklemmende Stimmung. Jamian ist sehr pragmatisch, ruhig und zurückhaltend. Er ist zwar der Wächter und damit natürlicher Feind der Vampire, doch diese respektieren ihn in ‚seiner‘ Stadt und befolgen seine Regeln. Wäre da nicht das Problem, dass sein Bruder das genaue Gegenteil von ihm ist – stark und unbeherrscht. 

Laine kann man nur als unnahbar bezeichnen. Zu Anfang hält sie sich strikt an ihre Prinzipien, verfolgt ihr Ziel und tötet ohne Skrupel. Als sie sich ihrer wachsenden Zuneigung für Jamian bewusst wird, beginnt sie zu zweifeln. Und von Seite zu Seite wurde sie mir sympathischer und ich persönlich habe in ihr schon meinen Lieblingscharakter gefunden. Die Geschichte der beiden ist absolut nicht schnulzig und gefühlsduselig, sondern heftig und zerrissen, von dem was sie sind.

Im hinteren Drittel wird es dann noch ein zweimal etwas erotischer, allerdings waren diese Szenen sehr gut eingeflochten und alles andere als aufdringlich.

Die Vampire an sich sind keine Glitzervampire sondern das was sie vor Twilight und Co auch waren – böse, blutrünstig und vor allem tödlich. Die Wächter auf der ganzen Welt tun ihr Möglichstes um die Vampire am Töten zu hindern. Der gesamte Handlungsstrang ist gut durchdacht und von vorne bis hinten super umgesetzt. 

Zwischenzeitlich hatte das Buch gerade am Anfang einige Längen, über die man erst einmal hinweglesen musste. Aber dann wurde es von Seite zu Seite spannender, ich hab mitgefiebert. Ein finaler Kampf, ein großer Knall und nichts ist mehr so, wie man es sich dachte.








Alles in allem hat mich Stolen Mortality nicht glücklich gemacht, sondern tieftraurig und melancholisch, denn Jennifer Benkau weiß es, den Leser an den richtigen Stellen zu treffen. Stolen Mortality ist kein Buch für Leser, die es gerne blumig und süß mögen, sondern für jeden, die nichts gegen Melancholie, einen Hauch Erotik und ein nicht hundertprozentiges Happy End einzuwenden haben.

Vielen Dank an den bookhouse Verlag  für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars :)

Kommentare:

  1. Hach, sehr schön beschrieben <3 mich hat glücklicherweise der Anfang nicht so sehr gestört.
    Und DAS ENDE!!!! :'( :o
    Jennifer Benkau ist nicht nett zu ihren Charakteren :-(

    Lg
    Steffi
    Ps: findest du den Blick gehetzt? Und hatte Laine nicht rötliches Haar?
    Aber das Mädel ist hübsch, das ist ja schonmal was :-)

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    1. Jaaaaaaaaaaa ._____________.

      Das stimmt allerdings... mit Happy Ends hat sie es so gar nicht...tztztz.

      Jap, ich find die wirkt, als würd sie verfolgt werden :)

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    2. Ne, absolut nicht :'(
      So grausam für die Leser :-(

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  2. Eine schöne Rezension. Ich sehe das alles genau so wie du und Laine ist auch mein Lieblingscharakter geworden.
    Ich kann his + her books nur zustimmen was das Ende der Geschichte angeht.
    Liebe Grüße
    Charly

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    1. Ja bei dem Ende dachte ich auch nur so: waruuuuum ._. und hab immer noch auf ein happy end gehofft...

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  3. Hach, ich wollte das Buch ja eh gerne lesen, aber jetzt nach deiner Rezi muss ich es mir sofort auf den Reader holen. Das wird bestimmt genau das richtige nach Herzblut sein xD

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    1. Jaa :D Aber mach dich auf ein bisschen Herzbluten gefasst ._. aber es war super <3

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    2. Ach das kenn ich ja schon von ihr von Dark Canopy und Dark Destiny ;) Ist grausam, aber ich finds gut, wenn Autoren ihre Charaktere auch mal nicht nur mit Samthandschuhen anfassen ^^

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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