Mittwoch, 26. Juni 2013

[Rez] Ian Beck - Pastworld

Titel: Pastworld
OT: Pastworld
Autor/in:
Ian Beck
Verlag:
Loewe
Reihe:Einzelband
Taschenbuch: 400 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 3,95€
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Tauchen Sie ein in die nebelverhangene Atmosphäre des Alten Londons! Erleben Sie den Nervenkitzel eines authentischen Mordschauplatzes! Staunen Sie über die Tricks entzückender Straßenbengel, die sie um einen Penny anschnorren! Pastworld - Das Abenteuer wartet!

Es ist soooo toll! Ehrlich, ich liebe das Cover. Leider ist die Geschichte nur halb so gut :(
 


Als ich das Buch spontan angefangen habe, dachte ich einfach: Regen, Nebel, Gewitter – das passt doch irgendwie zu Pastworld, das in London spielt. Leider hat mich das Buch nicht wirklich gut unterhalten.

Die Geschichte an sich ist wirklich interessant.

Past World ist in etwas so etwas wie ein Themenpark, der den Besuchern das frühe Londoner Leben widerspiegelt. Einige der Bewohner von Past World sind dort aufgewachsen und kennen das Leben außerhalb gar nicht.

So auch Evie, sie weiß nichts von der Außenwelt und lebt zusammen mit dem fast blinden Jack in einer bescheidenen Wohnung – aus der sie nur selten herauskommt, da Jack sie wie einen Schatz hütet.

Caleb dagegen ist ein Besucher, der mit seinem Vater nach Past World reist und dem prompt ein Mord angelastet wird – kein gestellter, sondern ein echter.

Evie und Calebs Schicksal sind eng miteinander verknüpft und zusammen kommen sie einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur.

Soweit klingt das alles wirklich spannend und ich hatte die Hoffnung, auf einen etwas anderen Roman.

Leider treffen sich Evie und Caleb erst nach guten 2/3 des Buches überhaupt. Davor springt der Autor zwischen den verschiedenen Ereignissen und Perspektiven hin und her und folgt zumindest für mich keinem ersichtlichen roten Faden.

Auch die komplette Struktur, Entstehung und Geschichte von Past World wird nicht näher beleuchtet. Die Drahtzieher bleiben ebenfalls bis auf einen kurzen Showdown am Ende im Dunkeln. 

Störend ins Auge gesprungen sind mir auch die ständigen Wortwiederholungen und generell reißt der Autor einen immer wieder aus dem Lesefluss.
Alle Charakter sind emotionslos. Anders kann ich das nicht sagen, ich konnte keinerlei Nähe zu Ihnen aufbauen und sie blieben mir fremd.

Dann haben die vielen verschiedenen Handlungsstränge die Geschichte immer verwirrender und verworren gemacht, so dass ich irgendwann wirklich nochmal nachlesen musste, mit wem ich denn da gerade durch London laufe,gehe,streife,hetze.
Die gesamte Handlung wirkt konstruiert, allerdings ohne dabei einem bestimmten Konzept zu folgen. Spannung kam zu keiner Zeit auf und auch das Phantom konnte daran nichts ändern.

Und als es dann endlich zum Showdown kam, fand ich die Erklärung für all das einfach nur wirr und abstrus. An den Haaren herbei gezogen und natürlich rettet die Liebe die Situation. Liebe von der ich nichts spüren konnte.
.








Ein enttäuschender Roman, aus dem man wirklich mehr hätte machen können. Flache Figuren, verwirrende Handlungen und viel zu wenig Emotionen lassen London noch düsterer wirken als es ist. Positiv kann man die authentischen Steckbriefe und Briefe im Buch bewerten, die handschriftlich eingefügt wurden.

Kommentare:

  1. hallo :)
    Ich finde deinen Blog so toll. Und ich liebe das Design wunderschön.
    Ich möchte dir gern den "One Lovely Blog" - Award verleihen :)
    Mehr über den Award wird bald auf meinem Blog stehen.
    http://lisa95condor.blogspot.ch/
    Liebe Grüsse
    Lisa

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  2. Antworten
    1. Der günstige Preis hat halt zum Fettnäpfchen verleitet ;D

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