Sonntag, 2. Juni 2013

[Rez] Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler

Titel: Der Märchenerzähler
OT: -
Autor/in:
Antonia Michaelis
Verlag:
Oetinger
Reihe:Einzelband
Gebunden: 446 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 16,95€
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Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Passt zur Geschichte, lässt aber vorher nichts vom Inhalt vermuten :)
 


Der Märchenerzähler ist nicht das, was ich erwartet hatte. Im Prinzip bin ich ohne Vorwissen an die Geschichte ran gegangen und direkt in eine seltsame Geschichte gestolpert.
Zum einen ist da die reale Welt, zum anderen die Geschichte des Märchenerzählers und irgendwann trafen die beiden aufeinander.

Es geht um das Mädchen Anna, eine gute Schülerin mit tollen Eltern und einem guten Leben. Auf der anderen Seite ist da Abel, der Drogendealer der Schule und bekannter Einzelgänger. Zusammen mit Anna lernt der Leser Abel von einer ganz anderen Seite kennen – fürsorglich und wortgewandt. 
Er kümmert sich um seine kleine Schwester, erzählt ihr Geschichten und arbeitet für das Geld, um sie zu versorgen. Anna erfährt, dass Abels Mutter seit einiger Zeit verschwunden ist. Außerdem geht ein Mörder um, Abel erzählt die Realität als Märchen und schon bald stehen sie in beiden Welten vor der Frage: Wer ist der Mörder?

Das Buch malt eine Geschichte. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Durch das ganze Geschehen zieht sich eine leicht melancholische Stimmung, Antonia Michaelis malt einem Bilder direkt in den Kopf. Anfangs dachte ich noch, es handele sich um eine einfach Liebesgeschichte. Was später geschah, stand zu einem krassen Kontrast dazu und wurde zu einem Höllenritt für jeden der Charakter.

Bis zur Mitte musste ich mich durchkämpfen. Doch dann machte es aufeinmal Boom und der Rest des Buches wurde in einem Zug verschlungen. Denn ich musste unbedingt wissen, wer der Mörder war. Viele unerwartete Wendungen, viele Verdächtigungen später traf es mich wie ein Hammerschlag und lies einen bitteren Beigeschmack zurück.

Ein Buch, dass ich so nicht erwartet hatte und das so unendlich traurig ist, dass es mich bis jetzt immer noch nicht ganz los gelassen hat.









Eine wirklich bewegende Geschichte, die anders ist, als alles was ich bisher gelesen habe. Nach einem harten Einstieg lohnt es sich wirklich. Man bekommt eine mitreißende, spannende, gefühlvolle Geschichte, die nichts für allzu schwache Gemüter ist.

Kommentare:

  1. Ich LIEBE dieses Buch! Ach was, ich LIEBE Antonia Michaelis! Sie schreibt sooooo toll! <3

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    1. Ich mochte bisher leider nichts von ihr :( Aber der Märchenerzähler dann...

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  2. Den Märchenerzähler möchte ich definitv von der Autorin probieren, danach entscheide ich dann wohl, ob der Schreibstil etwas für mich ist ;) Du hast mich auf jeden Fall mit deiner Rezension nochmal dazu angespornt, mir dieses Buch endlich mal zu kaufen - Na toll, Dankeschön! :D

    LG
    Shanty

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    1. Sollte mir das jetzt Leid tun?:PP

      Ich mochte bisher keine Story von der Autorin und auch am Märchenerzähler hatte ich eine weile zu ackern... aber dann ;)

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  3. Das Buch wurde mir schon empfohlen und nach deiner Rezi will ich es nur noch mehr lesen:)
    Muss ich mir bald mal holen!

    Schöne Grüße
    Mara

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    1. Dankeschön :D Freu mich wenn euer SUB durch mich wächst!

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  4. Mir hat das Buch auch total gefallen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich heulend vor der letzten Seite gesessen habe und gedacht habe: "NEEEEEEEEEEEIN"
    schöne rezension :)

    Lg
    Kuno
    www.mydailybooks.blogspot.com

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    1. Ohje ;D Hoffentlich ist es nicht nass geworden!

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  5. Hallo Jessy,

    stimmt, am Anfang heißt es " Zähne zusammenbeißen"...Was danach kommt, ist dann einfach nur bedrückend, verstörend und trotzdem mit so unendlicher Hoffnung behaftet. Und wer bei dem Ende keine Tränen im Augenwinkel hat, dem fehlt das Gefühls-Gen...;-)

    LG

    Kay

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    1. Richtig :)

      Das Ende war aber wirklich traurig :( Keine Tränen, aber Herzpieksen ._. :D

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  6. Hallo Jessy,
    ich rate mich hier gerade etwas durch die Bloggerwelt.... bist du zufällig die Jessy, die bei der Notizbuchaktion von Bou zu "The last Princess" teilnimmt?
    Dann würde ich dir das Buch nämlich gerne schicken ^^
    Schreib mir doch ne Mail an: muejulia@gmx.de
    Liebe Grüße
    Julia

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  7. Ich liebe das Buch total *-* Der Schreibstil, die Charaktere, die Handlung, einfach ALLES :D Schön, dass du es auch toll fandest. :) <3

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