Freitag, 17. Mai 2013

[Rez] Veronica Rossi - Gebannt/ Unter fremdem Himmel


Titel: Gebannt - Unter fremden Himmel
OT:
Under the never Sky
Autor/in: Veronica Rossi
Verlag: Oetinger

Reihe: Under the never Sky

Gebunden: 432 Seiten

Sprache: Deutsch

Preis: 17,95€

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Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe. Die siebzehnjährige Aria lebt in einer Welt, die perfekter ist als die Realität. Perry kommt aus einer Wildnis, die realer ist als jede Perfektion und in der wilde Stürme das Leben bedrohen. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr das Leben. Trotz ihrer Fremdheit verbindet die beiden die Verzweiflung und Sorge um die, die sie lieben. Aria will ihre verschollene Mutter wiederfinden, Perry ist auf der Suche nach seinem Neffen, an dessen Entführung er sich die Schuld gibt. Aria versucht, vor Perry zu verbergen, dass ihre Gefühle ihm gegenüber sich wandeln. Doch Perry hat dies längst schon entdeckt, aber nicht nur bei Aria, auch bei sich selbst.

Endlich mal wieder ein tolles Cover. Trotz des typischen Mädchengesichts, hat Oetinger sich hier noch Wiedererkunngswert erkämpft. Und dann die Farbe! Und der große, brennende Buchstabe, der auch in den Folgebänden direkt ins Auge springt.
 


‚Gebannt‘ war ja in aller Munde und so bin ich tatsächlich in der Mittagspause in den Buchladen gehoppelt und hab es mir gekauft. Und auch direkt gelesen.

Anfangs hatte ich wirklich meine Probleme mit dem Buch und bis zur Hälfte waren Gebannt und ich einfach keine Freunde. Dann ging es für mich aber steil bergauf – so steil, dass ich es in einem Rutsch zu Ende lesen musste, wo ich für die erste Hälfte knapp eine Woche gebraucht hat.
Die Welt hat sich verändert, es gibt ‚drinnen‘ und ‚draußen‘. Aria lebt drinnen, in einer Welt unter Kuppeln, in der das Leben zum großen Teil nur noch auf virtueller Basis abläuft. Perry hingegen ist ein echt Wilder, der draußen lebt. Und draußen vernichten Ätherstürme die Menschen, so heißt es, dass man draußen nicht überleben kann und direkt stirbt.

Jeder Bewohner hat ein Smarteye, über das er mit der virtuellen Welt verknüpft ist und Kontakt zu Freunden und Familien hält. Aria und ein paar andere Jugendliche brechen in eine abgelegene Kuppel ein und befinden sich auf einmal im Wald. Keiner von ihnen war jemals draußen in der realen Welt und Soren zündet aus Übermut ein ECHTES Feuer an, das auf die gesamte Kuppel übergreift. Als Aria fliehen will, schlägt er sie nieder, um die Beweise für seine Schuld zu vernichten. Perry rettet Aria und nimmt ihr Smarteye an sich.

Gegen Aria wird daraufhin ermittelt, sie soll mit den Wilden zusammenarbeiten. Man würde sie zu ihrer Mutter bringen, doch dort kommt Aria niemals an...

Veronica Rossi hat mit Gebannt eine wirkliche komplexe Weltanschauung erschaffen. Die Menschheit hat sich in zwei Lager aufgespalten – die Menschen, die in der sterilen Biosphäre leben und dessen Leben fast vollständig automatisiert abläuft, wenn sie sich nicht gerade in die virtuelle Welt flüchten, sogar Kinder werden nach Genpools gezeugt. Dadurch gibt es keine Krankheiten mehr.
Draußen sieht es dagegen ganz anders aus, es gibt Stämme und Revierkämpfe. Das Leben besteht aus jagen und kämpfen – doch dadurch entstand eine Evolution, Menschen die sehen wie Adler, wittern und horchen wie Wölfe.

Als Aria in der Todeszone ausgesetzt wird, wird sie fast völlig von ihrer Angst beherrscht, bis Perry sie findet und Hoffnung in ihr aufflammt. Sie hat nur noch das Ziel ihre Mutter zu finden. Im Laufe der Geschichte wandelt sich Aria vom ängstlichen kleinen Mädchen zu einer starken selbstbewussten Frau.

Perry ist ein Witterer und Seher, der seinen Neffen Talon aus den Fängen der Biosphäre befreien will und auf Arias Hilfe hofft.

Anfangs sind beide voneinander nicht sonderlich angetan, viele Vorurteile überlagern die Beziehung. Im späteren Verlauf lernen sie sich dann immer besser kennen. 

Ich hab mich mit den beiden wirklich schwer getan, sie aber doch lieben gelernt. Noch dazu schreibt Veronica Rossi sehr nüchtern, ohne Ausschmückungen. Sämtliche überflüssigen Füllwörter scheinen gestrichen, eine komplexe Geschichte, die einen mit der Informationsfülle alleine schon zu überwältigen droht.



Nachdem ich mich von der Informationsfülle erholt hatte, las sich Gebannt wie von selbst. Tolle Charakter, die man erst kennen lernen muss, tolle Nebenfiguren, eine interessante Welt und viele kleine und große Dinge, die der Geschichte das gewissen etwas geben, so dass ich letztendlich sagen kann, dass hier 4 von 5 Punkten sehr wohl verdient sind.




Kommentare:

  1. Mir ging es exakt genauso. Und trotz der Fülle an Informationen wirst du in diese Welt reingesaugt... Freue mich schon so sehr auf "Getrieben" :-)

    lg
    Steffi

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  2. Hi Jessy,

    das Buch möchte ich auch noch diesen Monat lesen und bin schon sehr gespannt, vor allem nach deiner Rezension! :)
    Danke!

    Liebe Grüße,
    Anne

    www.vertraute-fremde-welten.blogspot.de

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    1. Huhu :)

      Viel Spaß und lass dich nicht vom Anfang abschrecken!

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  3. Ich war von dem Buch jetzt irgendwie nicht so angetan. Die Idee finde ich zwar nach wie vor toll, aber daraus wurde meiner Meinung nicht viel rausgeholt. Vielleicht gefallen mir ja die anderen Teile mehr ;)

    Aber sehr schöne Rezi :))

    Liebe Grüße,
    Inessa

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    1. Wenn du weiter liest, hat es dir wohl doch ein wenig gefallen x3

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  4. Jab, ich erinner mich noch, dass ich von der Flut der neuen Welt am Anfang erschlagen wurde, aber mich schnell zurecht fand und das Buch lieben gelernt habe :D
    Ich werde es nochmal lesen, damit ich nen besseren Einstieg in den 2. Band bekomme; hab Band 1 damals kurz nach VÖ gelesen xD Also vor knapp nem Jahr :D

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    1. Ich gestehe, ich rereade niemals ein Buch xD Sobald ich die Fortsetzung anfange ist alles wieder fresh :3

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  5. Oh yeay yeay das Buch ist der Hammmmmer und ich habe eben die Mail bekommen dass *Getrieben* losgeschickt wurde. Whoop whoop

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    1. Und das musst du mir gleich unter die Nase binden! :D DU SAU!

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    2. Ou ja. Ich war so ungeduldig und hab es mir direkt vorbestellt :)

      Oink oink

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