Dienstag, 28. Mai 2013

[Rez] Gennifer Albin - Cocoon


Titel: Cocoon 
OT: Crewel
Autor/in:
Gennifer Albin
Verlag:
Egmont INK
Reihe: Crewel
Gebunden: 356 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 17,99€
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Gefangen hinter Mauern wie aus Licht gesponnen, wagt sie den Kampf gegen die Tyrannei. Arras ist eine kalte, lichtdurchflutete Welt, deren Bewohnern jede Selbstbestimmung genommen wurde – selbst im Tod ist niemand frei. Nur wenige können hoffen, durch die Gilde der Zwölf in den Heiligen Convent aufgenommen und damit für ein Leben in Luxus und Überfluss erwählt zu werden. Doch Adelice ahnt, dass das scheinbare Privileg in Wirklichkeit Verdammnis bedeutet, schließlich hat niemand den Convent je wieder verlassen … So versucht sie vergebens, ihre seltene Begabung zu verbergen. Denn gesegnet mit der Fähigkeit, das Gewebe des Lebens zu flechten, Schicksalsfäden miteinander zu verweben oder einzelne daraus zu entfernen, ist sie genau das, wonach die Gilde seit Langem sucht. Adelice kämpft um ihre Freiheit und das Leben ihrer Schwester und beginnt, die goldenen Fäden des Kokons zu zerreißen, der sie und die Menschen von Arras gefangen hält …

Das Cover find ich schön, die Fäden passen gut zur Geschichte.
 


‚Cocoon‘ hatte wirklich eine interessante Idee und ich war wirklich gespannt wie die Autorin das ganze umsetzen würde.
Adelice kann die Stränge des Gewebes aus dem Arras besteht sehen – ohne Webstuhl. Niemand anderes kann das und so versuchen ihre Eltern sie vor dem Convent zu schützen. Doch bei der Prüfung unterläuft ihr ein Fehler und sie wird einberufen, ihr Vater getötet und ihre Mutter sowie ihre Schwester sind unauffindbar.
Im Convent stellt Adelice fest, dass alles unter der Strengen Hand der Gilde Tyrannei herrscht. Bei den leisesten Anzeichen von Ungehorsam erwartet man den Tod – man wird einfach aus dem Gefüge gerissen.

Umso schneller wird Adelice dank ihrer Fähigkeiten zum Spielball der politischen Mächte. Einzig Jost und Erik scheint sie Vertrauen zu können – aber kann sie wirklich irgendjemandem in diesen Mauern vertrauen?

Die Idee hörte sich einfach super an und so stürzte ich mich voller Erwartungen in das Buch und die Welt des Webens. Leider merkte ich recht schnell, dass das Buch meinen Erwartungen nicht sehr nahe kam. 

Zum einen mag das daran liegen, dass mir das Weben auch nach vielen Erklärungsversuchen einfach nicht klar vor Augen stand. Ich habe das gesamte Prinzip nicht verstanden und generell war mir die ganze Welt im Buch eher blass vor Augen. An einigen Stellen hat es mich sogar verwirrt.

Auch die Charaktere stachen nicht sonderlich heraus. Die ‚guten‘ Charaktere waren mir fast schon egal, bei keinen von ihnen entwickelte sich eine besondere Sympathie. Selbes Spiel bei den Bösewichten. Niemandem konnte ich wirkliche Abneigung entgegen bringen. Auch die gesamten Beweggründe blieben mir so ziemlich verborgen.

Das gesamte Buch ist angefüllt mit so vielen Details und trotzdem bleiben die Weltstruktur und die Charakter blass, da konnten auch die vielen überraschenden Wendungen nichts dran ändern.

Emotional war es auch eine gerade Linie, keine besonderen Ausschläge. Wären sie alle gestorben, hätte das bei mir nichts hervorgerufen.

Die Idee an sich ist super, das Konzept leider sehr unausgearbeitet. Die Revolution von der die Rede ist, ist einfach nicht zu spüren. Die Details wurden an den falschen Stellen gebraucht und das Prinzip des Webens ist mir bis jetzt unklar.






Alles in allem eine sehr gute, neuartige Idee mit vielen Schwächen, so dass sich der Wille des Weiterlesens nicht einstellte. Schade.




Kommentare:

  1. Das Weben war mir irgendwann too much. Ich hatte aber eher das Gefühl, ich könnte es jetzt selbst erledigen, so häufig wie das beschrieben wurde.

    Also perfekt fand ich es auch nicht, aber an sich die Idee ist echt interessant.
    Nur mit dem Ende bin ich nicht so ganz klar gekommen :-D

    lg
    Steffi

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  2. oh... das hört sich ja nicht so dolle an. Aber tolle Rezi...

    Ich habe jetzt auf meiner Tauschseite einen Link zu meiner Wunschliste.

    Liebe Grüße,
    Marie

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