Samstag, 23. März 2013

[Rez] Alex Morel - Survive

Titel: Survive - Wenn der Schnee mein Herz berührt
OT:
Survive
Autor/in:
Alex Morel

Verlag: Egmont INK

Reihe: -

Taschenbuch:  265 Seiten

Sprache: Deutsch

Preis: 12,99€

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Das hochdramatische Abenteuer einer starken Heldin, die im erbitterten Kampf ums Überleben zu sich selbst findet und dabei ihrer großen Liebe begegnet. Aufreibend, ergreifend und herzzerreißend! Wie durch ein Wunder überlebt Jane einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains. Ironie des Schicksals – genau für diesen Tag hatte sie ihren Selbstmord geplant. Außer Jane hat es nur noch ein einziger Passagier geschafft: Paul. Gemeinsam schlagen sich die beiden Teenager durch die eisige Wildnis, und dabei erkennt Jane zum ersten Mal seit Langem: Sie will leben. Das ist vor allem Paul zu verdanken, der ihr Bestes zum Vorschein bringt. Nie zuvor hat Jane so etwas für jemanden empfunden, und für diese unverhoffte Liebe wächst sie über sich selbst hinaus.

 
Das war das, was mich an diesem Buch angesprochen hat. Das Cover und der Titel in Kombination sind wundervoll.


Jane ist Suizidgefährdet. Sie verbringt ihr Leben in einer Anstalt und hat schon mehrere Versuche hinter sich. Durch vorspielen von Besserung, darf sie für eine Weile nach Hause. Sie plant, sich im Flugzeug umzubringen, damit ihr niemand mehr zur Hilfe kommen kann. Doch dann stürzt das Flugzeug ab und Jane überlebt. Und dann ist da noch ein anderer Überlebender - Paul. Gemeinsam versuchen sie zu überleben.

Das Buch hat mir leider absolut gar nicht gefallen. Man nehme zwei Charakter, packe diese in eine Lebensgefährliche Situation, lasse alle anderen sterben und bumm. Fertig ist das Buch. Das Jane und Paul sich schon nach wenigen Seiten total verfallen sind, muss ich vermutlich nicht mehr erwähnen.

Das Konzept ist okay, die Umsetzung leider absolut mangelhaft. 

Die Geschichte hat mit ihren knapp 250 Seiten einfach nicht genügend Raum sich zu entfalten. Wahrscheinlich soll es nervenaufreibend und spannend sein, dass alles Schlag auf Schlag folgt. Ziel verfehlt. Man hetzt durch das Buch, wechselt zwischen Liebesszenen und Verletzungsszenen hin und her und weiß irgendwann gar nicht mehr wo einem der Kopf steht. 
Klar ist es total intelligent, sich vom Flugzeug zu entfernen und immer weiter in die Schneebedeckte Wildnis zu laufen - romantisch vielleicht, tödlich auf jeden Fall (zumindest normalerweise).

Alex Morel presst Jane und Paul zusammen - verliebt euch, verliebt euch, los, schnell!
Vielleicht liegt es an der 'Extremsituation', aber ich hätte im Schnee keine große Lust, übereinander herzufallen. Vorallem wenn einem Nahrung und Wasser ausgegangen sind, die Temperatur irgendwo um die - 15°C rumdümpelt und es noch dazu wilde Tiere dort draußen gibt. Aber okay. Runter mit den Klamotten und ran an den Speck.

Die beiden Charakter selber sind einfach nur gruselig. Jane ist furchtbar nervtötend, macht sich alles sehr leicht und jammert ständig rum. Ich mein, man ist in den Rocky Mountains. Da muss man nicht zig mal erwähnen, dass sie friert, das ihr kalt ist.
Auch Janes Selbstmordgedanken sind absolut nicht nachvollziehbar und ihre Begründung geradezu lächerlich. Laut Jane liegt das ganze in der Familie - ist klar, ein Selbstmordgen. Chaka. Wo bin ich hier nur gelandet. Das so einfach als Ausrede zu nehmen ist einfach daneben. Man bekommt keine anständige Begründung, nachvollziehbar ist es auch nicht und von den zwei Versuchen vorher spricht sie als 'Probeläufe'. Mitleidsschiene ahoi!

Am Anfang der Geschichte dachte ich noch: Paul ist cool. Das kann was werden. Leider schafft es Alex Morel ihn auf 250 Seiten um 180° zu drehen. Sagt er Jane anfangs noch die Meinung und zieht sie aus ihrer selbstverschriebenen Depression, wird er im Laufe des Buches einfach nur noch ... luschig. Er hat sich verliebt, eigene Meinung adè.
Von seiner dramatischen Vergangenheit fang ich gar nicht erst an.
Die beiden irren völlig planlos (natürlich haben sie einen Plan) durch die Gegend und das ganze wirkt wie : "Zeit schinden, damit die beiden sich kennenlernen!"
Generell wäre ein Blick in das Buch: Was tu ich, wenn ich in der Wildnis verloren gehe? ganz gut gewesen. Denn man sollte sich nicht vom Wrack entfernen, mal abgesehen davon, dass dort jede Menge Zeug von den toten Mitreisenden liegt, um einen warm und satt zu halten. 




Wie ihr seht, ich fand es schrecklich unlogisch. Das einzige, was mir ganz gut gefallen hat, war der Ur - Paul und der Schreibstil. Dramaturgisch alles zu dick aufgetragen, unrealistisch bis zum geht nicht mehr und dann gibts noch nichtmal was zu feiern. Also hier gilt, außen hui, innen pfui. Es wird sicherlich dem ein oder anderen gefallen, aber ich kann über solche Mängel nicht hinwegblicken. Ein Punkt für Cover und Schreibstil.



1 von 5 Federn

Kommentare:

  1. Der Grund, wieso ich es nicht (neu) kaufen will. Viel Geld, wenig Seiten und keine Ahnung ob es mir gefällt... vom Cover mal abgesehen. ^.^

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  2. Danke für die gute, ausführliche Rezension. Mich hat bislang auch das Cover angesprochen, aber ich glaube, nach dem, was du über das Buch schriebst schenke ich es mir das zu lesen. Ich glaube nicht, dass es mir gefallen würde.
    LG
    Yvonne

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  3. @buchverliebt

    Ich habs mir ja ertauscht :D Also ist das jetzt nicht soooo wild. Aber das ichs schrecklich fand, sieht man ja.

    @Yvonne

    Gern, über schlechte Bücher schreib ich immer viel x3 Naja es ist halt wirklich geschmackssache.

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  4. Ich bin gerade irgendwie froh, dass ich es mir doch nicht besorgt habe ...

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  5. Ich bin froh,dass ich es mir nicht gekauft habe :DD
    Wie sehr ein Cover doch täuschen kann.. schade

    LG Lisa

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  6. Hm, schade dass es dir so gar nicht gefallen hat. Vor allem lustig, da ich einen ganz anderen Eindruck bekommen habe. Gut, dass mit dem vom Wrack weggehen fand ich auch eher bescheuert, aber den Rest fand ich eigentlich sehr realistisch geschildert. Aber wie immer gilt, Geschmäcker sind halt verschieden :-)

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  7. RE: Buchpost #42
    Wenn ich bei rebuy bestelle, gehe ich immer systematisch meine Wunschliste durch und gucke, was da ist und wo sich das preislich lohnt. Da kommt immer ganz schön was zusammen. :D

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  8. Schon nach den ersten Rezensionen, wollte ich dieses Buch nicht mehr lesen xD
    Aber deiner Follower-Buttons" sehen toll aus *.*

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  9. Das klingt ja mieees ^^ Ich bin irgendwie nie in Versuchung gekommen, das Buch zu lesen, ich weiß auch nicht. Die Seitenanzahl macht mich schon misstrauisch ... Wie du schon gesagt hast, bei so wenig Seiten können die wenigsten Geschichten ihr volles Potential ausschöpfen.

    Ach ja, ich komme wegen dem Facebook-Dings! Hoffentlich kennst du dich aus! ^^
    Alles Liebe,
    Sandra

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  10. Das Buch werde ich wohl niemals lesen. Auch wenn ich es mal als Mängelexemplar finden sollte. Das hört sich ja schrecklich an! Habe schon genug Rezensionen gelesen, die mich gewarnt haben. Dankeschön also, am Anfang wollte ich es auch, weil ich das Cover eigentlich auch schön fand...

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  11. Ja stimmt, das passiert mir auch immer. Und wenn ich dann gerade die Bestellung abgeschickt habe, fällt mir noch was ein, was ich unbedingt haben muss. :D

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  12. Wie hat de denn "Die Stadt der verschwundenen Kinder" gefallen?^^

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