Dienstag, 22. Januar 2013

[Rez] Alex Adams - White Horse


Titel: White Horse
OT:
White Horse

Autor/in: Alex Adams

Verlag: Piper

Reihe: Postapocalyptic - Trilogie
Broschier: 448 Seiten

Sprache: Deutsch

Preis: 16,99€

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Eine Welt, die alle Hoffnung verloren hat. Eine junge Frau, die ihr ungeborenes Kind beschützen muss. Ein uraltes Geheimnis, das für uns alle zur tödlichen Gefahr wird … Dies ist die Legende vom Ende unserer Welt – und unserer Zukunft danach. Fesselnd erzählt in Vor- und Rückblenden, wurde »White Horse« über Nacht zum Bestseller. Die junge Zoe entdeckt in ihrer Wohnung ein merkwürdiges Glasgefäß, dessen Herkunft sie sich nicht erklären kann. Es enthält ein furchtbares Geheimnis. Denn als Zoe den Behälter öffnet, breitet sich eine geheimnisvolle Seuche aus, »White Horse«. Unzählige Menschen sterben, das Ende aller Zeiten scheint gekommen. Zoe verliert nicht nur ihre Familie, sondern auch ihren geliebten Nick, der verschwunden ist. Und sie stellt fest, dass sie von ihm schwanger ist. Auf sich allein gestellt, zählen für Zoe bald nur noch zwei Dinge – wird sie Nick wiederfinden, um das Geheimnis von »White Horse« zu lüften? Und wie kann sie ihr ungeborenes Kind in einer Welt beschützen, die dem Tod geweiht ist?
Super Cover. Einer der Hauptgründe, warum es es haben wollte. Es strahlt quasi die Dunkelheit schon aus. Und auf der Rückansicht sieht man dann nochmal Zoe mit Kugelbauch ;)

 


Es ist tatsächlich jetzt schon relativ lange her, dass ich White Horse gelesen habe. Und heute bin ich einfach der Meinung, dass ich mich lange genug vor der Rezension gedrückt habe.
White Horse ist eines dieser Bücher, die ich auch noch Wochen nach dem lesen immer wieder im Kopf umher gewälzt habe. Ich hab wirklich lange gebraucht, mir hier eine Meinung zu bilden.
Erst mal war es so, dass ich es unbedingt haben musste. Wenn ihr mich heute fragt, warum das so war, kann ich’s echt nicht mehr sagen.
Ich fand das Cover sah so vielversprechend aus, der Klappentext und die Leseprobe – vielleicht alles zusammen – haben mich zu diesem ‚Muss-haben‘ – Zombiegefühl verleitet. Los stochen und ab in die nächste Buchhandlung.
Direkt anfangen zu lesen. Lesen, lesen, lesen… und etwa nach der Hälfte stellte sich dann bei mir die Ernüchterung ein – plus einem riesen riesen RIESEN großem Fragezeichen im Gesicht.
Also weiter lesen, bis zur letzten Seite. Buch zuklappen und innerlich frustriert aufschreien. White Horse ist bis heute auch das einzige Buch, bei dem ich danach wirklich Diskussionsbedarf hatte – einfach weil ich anscheinend vieles nicht verstanden hatte. Viele kleine Fetzen der Auflösung sind anscheinend an mir vorbeigeflattert.
Von Seite zu Seite wurde White Horse für mich einfach immer verwirrender und der Höhepunkt dieser Verwirrung war tatsächlich die ‚Auflösung‘.
Vielleicht wissen einige von euch ja, wie frustrierend es sein kann, wenn man der Meinung ist, ein Buch einfach nicht zu verstehen.
White Horse ist in Zeitebenen geschrieben: jetzt und früher. Jetzt spielt in Europa, die Rückblenden aus Zoes Leben vor der Seuche sind nicht chronologisch geordnet, sondern tauchen plötzlich auf, wie Erinnerungen. Fast unmöglich, diese wirklich geordnet auf die Reihe zu kriegen.
Lange passiert nichts, Zoe traut sich die den Krug zu öffnen. Viel Spannung kommt auch nicht auf, obwohl man das ja eigentlich meinen sollte. Die ganze Geschichte wirkt sehr kühl und distanziert erzählt. Zoe selber war mir weder sympathisch, noch unsympathisch. Die anderen Charaktere hingegen, handelten für mich so unverständlich, dass es teilweise schon frustrierend war – Beispiel der Engländer und das Mädchen, dass Zoes mit sich nimmt.
So gefühlsarm wie Zoe auch ist – sie rennt einem Mann, den sie wenige Wochen kennt – quer durch Europa hinterher und weiß nicht mal ob er noch lebt. Noch dazu ist sie schwanger.
Eigentlich passiert in White Horse sehr sehr wenig. Die Stimmung ist düster und getrübt, Spannung gibt es selten, dazu verhelfen auch nicht die Mutationen. Die Aufdeckung der ganzen Sache war ein Witz. Außerdem bekommt man als Leser sehr wenig Hintergrundinformationen. Und das Ende…ja da wollen wir doch gar nicht drüber sprechen. Es wirkt, als hätte jemand den Rest des Manuskripts verbrannt und dann schnell zwei Seiten Friede Freude Eierkuchen hinten dran geklebt.
Soviel also zu meiner Meinung zu White Horse.
Vielleicht hab ich das Buch nicht verstanden, vielleicht hab ich was überlesen, vielleicht vielleicht vielleicht… mir wurde gesagt, dass es wohl noch Verbindungen zu den 7 Reitern der Apokalypse und zur Büchse der Pandora gibt. Schön und gut, aber soll ich die erraten?



Alles in allem sei gesagt, dass dies nur meine Meinung ist und mir das Buch eigentlich nicht wirklich gefallen hat. Dennoch bekommt es von mir 2 Sterne, schon alleine für die Rohfassung der Idee und dem Cover – und der gut rübergebrachten, düsteren Stimmung. Charakter, Storyline und Auflösung, sowie Gefühlstiefe waren hier dafür leider nicht zu finden.


2 von 5 Federn



Red Horse erscheint August 2013 in Deutschland.


Kommentare:

  1. Ach, dir ging es ungefähr wie mir. Wenn ich heute so darüber nachdenke, dann gefällt es mir sogar weniger, als damals xD
    Dabei klang es soooo toll *.* -.-
    LG Jan

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  2. Schade, dass es dir nicht so gefallen hat :)
    Ich überleg mir mal ob ich es vielleicht doch noch nicht kaufe (steht auf meiner WL)

    lg

    Alisia

    alisiaswonderworldofbooks.blogspot.de

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  3. Hallo,

    was das Ende angeht kann ich dir nur Recht geben. Ich persönlich war richtig geschockt, über die Reaktion der Protagonistin, während der tot geglaubte Vater des Kinden "All-inclusive-Urlaub" bei seinen Eltern macht. Ich weiß nicht, was die Autorin sich dabei gedacht hat.

    LG
    Sabrina

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