Freitag, 6. Juli 2012

[Rez] Yves Grevet - Méto - Das Haus

64 Jungen leben im HAUS hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen.
Titel: Mèto - Das Haus
OT: MÉTO. La Maison (Syros, Paris)
Autor/in: Yves Grevet
Verlag: dtv
Reihe: Méto
Taschenbuch: 224 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 14,95€ 
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Die Cover wurden eins zu eins übernommen.



64 Jungen leben im HAUS hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen. Sie wissen nicht, woher sie kommen, und sie wissen nicht, wohin sie verschleppt werden, wenn ihre Zeit im Haus abgelaufen ist. Fragen dürfen sie keine stellen – tun sie es doch, werden sie von Männern, die sie rund um die Uhr bewachen, brutal bestraft. Als sich einer der Jungen nicht länger seinem Schicksal beugen will und Widerstand leistet, bekommt er die ganze Härte des Systems zu spüren, in dem er gefangen ist. Doch andere eifern ihm nach und erheben sich wie er gegen Gewalt und Willkür, um die Macht des Hauses zu stürzen. Es ist der Beginn eines gefährlichen Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung. Es ist der Kampf des jungen MÉTO.
(Amazon.de)

Es sieht aus, als hätte der Junge einen Giraffenhals. Das Cover hätte mich definitiv nicht zum Kauf bewogen. Es ist nichtssagen und nichtmal schön...


Knacks! Das Geräusch ist kaum hörbar und weckt doch alle auf.



Die Idee an sich hört sich wirklich toll an.

64 Jungen leben in einem verbarrikadierten Haus. Sie wissen nicht wer sie sind, woher sie kamen, geschweige denn wohin sie kommen werden. Die einzige Überlebensregel heißt: Funktioniere!
Irgendwann bringt die Unwissenheit Meto dazu, eine Rebellion anzustoßen - mit ungeahnten Folgen.

Méto ist ungefähr so gefühlsgeladen wie ein Sachbuch. Es liest sich auch wie eines. Keine Emotionen, gar nichts. Ich mein, was soll die Leser an einem Buch begeistern, dass nicht das geringste rüber bringt?!

Die vorwiegend positiven Rezensionen brachten mich dazu, es wirklich lesen zu wollen und so hab ich es getauscht. Wieder mal ein Griff ins Klo, bei dem ich die vielen positiven Rezensionen in keinster Weise nachvollziehen kann. 
Ein 224 Seiten Buch - schön und gut. Dann ist es richtig groß geschrieben. Von mir aus. Aber den Lesern dafür dann 15€ abknöpfen? Für in normaler Schriftgröße geschrieben in etwas 100-150 Seiten? Nicht nachvollziehbar und in keinstem gerechtfertigt.

Ich bin genauso verwirrt in das Buch eingeführt worden, wie ich auch wieder herauskam. Keine meiner Fragen wurde beantwortet, es war einfach nur ... frustrierend. Mich hat noch nie ein Buch so frustriert zurück gelassen. Nie, nie, nie. Was bringen 200 Seiten, wenn da nicht eine einzige Frage beantwortet wird und man genauso schlau ist, wie zu dem Zeitpunkt, als man das Buch nichtmal kannte?

Alle Jungen im Haus wirken auf mich wie zusammengematschter Einheitsbrei + den einen, der die Dinge hinterfragt. Eine Unmenge an Namen wird einem hier um die Ohren geschleudert, die ich irgenwann einfach nicht mehr den passenden Figuren zuordnen konnte. Ebenfalls sind mir die Beweggründe ein Rätsel geblieben - von allen Personen. Yves Grevet zieht sein Ding strickt durch. Ohne jegliche Nebenhandlungen, geschweige denn Abweichungen vom sturen Erzählstil.

Angeführt wird das ganze dann auch noch von mehr als fragwürdigen und kuriosen "Ritualen", die die Jungen im Haus einhalten müssen. Das warum bleibt wie immer unbeantwortet.

Ausnahmslos alle Charaktere sind farblos, oberflächlich und nicht richtig ausgearbeitet. Als wäre das Buch eigentlich mal länger gewesen. Außerdem taucht dann zwischenzeitlich noch der Junge aus dem Kühlraum auf. Warum auch immer.

Ach man, ich kann ehrlich von mir behaupten: mich interessiert das "warum" nicht die Bohne. Die Folgebände werde ich sicherlich nicht anrühren. Mir ist selten ein so zielloses, planloses Buch unter die Augen gekommen. 



Völlig emotionslos geschrieben, oberflächliche Charakter und dann liegt hier definitiv nicht die Würze in der Kürze. Dem Leser dafür einen derart hohen Preis abzuverlangen - nicht nachvollziehbar. Man wird komplett im Regen stehen gelassen und bekommt lediglich irgendwelche zusammenhanglosen Fakten um die Ohren geknallt. Also, mir hat es absolut nicht gefallen und ich würde das Buch am liebsten im Klo versenken - wäre mir nicht bewusst, dass danach der Klemptner kommen müsste, um mich von diesem Disaster zu befreien.
Einen halben Punkt gibt es für den schwarzen Buchschnitt. So.




0,5 von 5 Federn


Wollt ihr das wirklich noch wissen?:o

Méto - Die Welt (01.04.13)
Méto - Die Insel (01.10.12)



Kommentare:

  1. Kann deine Rezension total verstehen. Ich war auch sehr enttäuscht von dem Buch. :(
    Aber gut, ich hab' ihm etwas mehr Punkte gegeben. ;) Ich fand es genauso wie du total schade, dass in dem Buch keinerlei Gefühle auftauchen und die ganzen Namen, die sich alle irgendwie gleich anhören...fand ich schlimm.
    Aber Respekt vor deiner Rezension!

    LG Jessica

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  2. Tolle rezi :)
    Zum Glück hab ich nicht das Buch =____= ich find ja das Cover total hässlich und deswegen habe ich es nicht gekauft oder angefragt.... Ich bin immer so eine die eher auf so was achtet und auch zum teil auf den Klapptext ;)

    LG

    Alisia

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  3. Du sprichst mir so aus der Seele. Ich wollte das Buch unbedingt haben, da der Klappentext sich so gut las. ich habe es mir gekauft. Rausgeworfenes Geld. Nach der Hälfte habe ich abgebrochen.
    LG
    Yvonne

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  4. Ich hoffe mir gefällt es besser :D
    Aber das Cover finde ich total genial!!! :)

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  5. Ja Heaven ist wirklich einfallslos :( Aber jetzt habe ich die Reihe auf Deutsch angefangen -.-'

    LG Plumi

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  6. ich finde das buch soooooooooo uninteressant :D
    schon allein die unterhose aufm kopf ;P nein, danke!
    ich hätte mir das umosnt bei amazon vine holen können
    und wollte es dann nicht mal! xDD

    sehr unterhaltsame rezi :D

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