Mittwoch, 30. Mai 2012

[Rez] Dan Gerrit - Die Katze und das Projekt Omega

Titel: Die Katze und das Projekt Omega
OT: -

Broschiert: 220 Seiten
Verlag: Fantasy Welt Zone Verlag; Auflage: 1., Auflage (18. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
Preis: 16,95€










 Sie besitzt die Farbe der Unschuld, doch sie ist nicht von dieser Welt! Eine scheinbar streunende Katze mit ungewöhnlichen Fähigkeiten verändert das Leben des gescheiterten Schriftstellers Anthony Wasner und bringt ihn mit einer schwerverletzten Frau zusammen, die von einer Militärelite als Verräterin gejagt wird. Bald sind er und die Genetikerin Miranda auf der Flucht. Aber nicht nur vor menschlichen Verfolgern, sondern auch vor Wesen aus der Welt der Katze. Dieses Tier soll wieder in das geheime unterirdische Labor zurückgebracht werden, in dem Experimente mit einem seltsamen Artefakt das Tor zu einer anderen Dimension geöffnet haben. Eine Büchse der Pandora, deren Schlüssel eine weiße Katze ist.
 Nur undeutklich zeichnete sich die Silhouette des Mannes vor dem Hintergrund der kalten Winternacht ab.
Finde ich leider nicht allzu gut gewählt, es ist sehr gewöhnungsbedürftig und wirkt auch sehr verschwommen und ein bisschen zusammengewürfelt. 

 Anthony ist ein erfolgloser Schriftsteller, dessen Leben sich auf einen Schlag ändert, als er die Verletzte Miranda in Begleitung einer seltsamen weißen Katze vor seiner Tür findet. Miranda ist auf der Flucht vor dem Militär und bald stellt sich heraus: Miranda ist Wissenschaftlerin und auf ihren Schultern lastet das Schicksal der Welt. Kräfte aus einer anderen Welt drohen die Erde zu zerstören.

Anfangs fiel es mir wirklich schwer mich in das Buch reinzufinden, nichtzuletzt durch das sehr breite Format und die kleine Schrift, die es nicht angenehm zu lesen machten. Zu Anfang lernt man Anthony kennen und erkennt schnell, dass dessen Leben in einer Sackgasse steckt und er begonnen hat, sich selber aufzugeben.
Anthony ist sehr klar gezeichnet, man hat ein genaues Bild von ihm und versteht seine aussichtslose Lage und seinen Versuch, alles im Alkohol zu ertränken.

Das sprachliche Niveau ist hier höher angesetzt worden, als ich es gewohnt bin und so lies es sich nicht einfach weglesen. Gestört hat mich dabei aber wirklich, dass der Lektor hier geschlampt hat. Soviele Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Satzbaufehler sind mir bisher in keinem anderen Bücher über die Seiten gehuscht und das find ich bei dem Preis für ein Taschenbuch echt mager. Da sollte man sich vielleicht das nächste Mal etwas mehr Mühe machen, vorallem bei einem Debütroman.

Wenn man darüber hinweg sehen kann, ist es wirklich spannend. Man erfährt viele Fakten - interessante Fakten- und fieber mit Miranda und Anthony mit. Gut fand ich auch, dass man nicht sofort zum Anfang wusste - "aha, so und so war das, der und der ist der drahtzieher, das und das wird passieren" - sondern erst ganz langsam auf die richten Fährten gelenkt wird. Ein Lob dafür von mir :) Auch wenn das Buch nicht mein übliches Genre ist, hat es mich gut unterhalten.

Vorallem Anthony macht im Laufe der Geschichte eine wirkliche Veränderung mit - er hat ein Ziel vor Augen und man wünscht ihnen wirklich, dass sie es schaffen, die Welt zu retten. Als Filmvorlage könnte ich mir das Buch echt gut vorstellen. Leider hatte ich zum Ende hin auch dieses "Filmtypische" empfinden, dass der Autor nur begrenzte Seitenzahlen zur Verfügung hatte. Auf den letzten Metern hetzt er nur so durch die Geschichte, vieles bleibt auf der Strecke und man bleibt doch leider etwas verwirrt im Regen stehen. Es ist kein typischer Endspurt, sondern eher ein umsteigen vom Fahrrad in ein Rennauto, als würde er merken, dass er keine Zeit mehr für eine gemütliche Radtour hat, sondern sich beeilen muss. Das fand ich wirklich schade, wo sich vorher teilweise in Umgebungsumschreibungen verloren wurde.



Alles in allem ein relativ gelungenes Debut, das aber leider einige Ecken und Kanten aufweist, die nicht zuletzt dem Verlag zuzuschreiben sind. Auch find ich den Preis für ein Taschebuch wirklich hart und ich muss zugeben, dass ich es mir mit dem unprofessionellem Cover für den Preis echt 5mal überlegen würde, bevor ich 17€ auf den Tisch blätter. Wirklich schade, aus der Gestaltung hätte man mit etwas mehr Sorgfalt mehr rausholen können, denn ich finde, dass ein Buch den Preis schon wert sein sollte.

Knappe 3 von 5 Punkten
Vielen Dank an Dan Gerrit für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars und der tollen Widmung :) Besucht ihn doch mal auf Facebook, ein wirklich lieber Mensch!

Kommentare:

  1. Ja lies lies lies =)
    Schoene Rezi Madame ;D
    Ich schick Numbers morgen weg ^^
    Ist manchmal so wie ich es mir wuensche mit den Buechern...
    wenn ich nicht weiss wem ich es geben soll, dir oder elli kommt immer etwas und ich habe ploetzlich 2 ausgaben ;D
    *hihi*

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  2. also mich spricht das buch von der story her nicht so sehr an ;) aber deine rezension macht schon neugrieg! ich werd mir den autor mal bei FB ansehen :D

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