Donnerstag, 19. Januar 2012

[Rez] Elea Noir - Silver Moon





  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: TayraNyx-Verlag; Auflage: 1. Auflage (2011)
  • ISBN-10: 3981349415
  • ISBN-13: 978-3981349412


Kurzbeschreibung (Amazon.de):
Die 18-jährige Kira ist der gewalttätigen Hand ihres Vaters seit dem Tod ihrer Mutter hilflos ausgeliefert. Sie tut ihr Bestes, um ihre jüngeren Geschwister und sich selbst vor ihm zu schützen. Als sie von ihrem Vater gezwungen wird, dessen besten Freund - einen brutalen Wirt - zu heiraten, bricht für Kira eine Welt zusammen. Das Einzige, was ihr noch bleibt, ist Sakima - ein Wolf - den sie einst verwundet vor ihrem Haus gefunden und gesund gepflegt hat. Er und seine indianische Familie stehen Kira in ihren schwersten Stunden zur Seite. Was Kira aber nicht ahnt: Sakima ist gar kein Wolf! 


Erster Satz:
"Mias Schreie waren nicht zu überhören."


Meine Meinung:
Also das Cover wirkt sehr plastisch, ist aber wunderschön.

Gleich zu Anfang steigt man in den brutalen Alltag von Kira und ihren Geschwistern ein. Sie alle leiden unter dem alkoholabhängigem Tyrann der sich "Vater" schimpft.
Er trinkt und schlägt sie, wenn etwas nicht nach seinem Willen oder einfach zu langsam abläuft. 

Das Buch ist nichts, was ich sonst lese und man kann es gerade mal als "mit Fantasy angehaucht" bezeichnen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, der Art wie die Menschen im Buch geredet haben. Es war mir unmöglich es in eine Epoche/Zeit einzuordnen. 
Auch das so wenig Absätze vorhanden waren, machte es etwas schwer zu lesen und die ein oder andere Passage hätte sicherlich auch schöner gestaltet werden können, dennoch fand ich es sehr fesselnd.
Elea Noir hat es wirklich geschafft, die Situation von misshandelten Kindern zu beschreiben, es den Leser fühlen zu lassen. Sie erklärt einem, warum zB. die erwachsene Kira nichts gegen ihren Vater unternimmt, sie zeigt die Abhängigkeit der Geschwister untereinander, die Angst, dass einem von ihnen etwas zustößen könnte.
Das ein oder andere Mal hab ich auch nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und mir gedacht, dass sie das doch nicht so hinnehmen kann & das ich an ihrer Stelle schon lange den Mund aufgemacht hätte - aber wer weiß, zum Ende des Buches hin werden die Aktionen von Brock und ihrem Vater immer drastischer und ich war mir nicht mehr sicher, ob ich den Mut gehabt hätte, mich zu widersetzen. 
Kira leidet zusätzlich noch unter den sexuellen Nötigungen, als sie in der Kneipe arbeiten muss. Es zeigt wieder, wieviele Menschen einfach wegsehen - egal ob sexuelle Nötigung oder offensichtliche Verletzungen durch Misshandlung.
Eingeflochten in diese reele Geschichte, ist die Geschichte einer Indianerfamilie und eines Wolfes, der kein Wolf ist. Ich fand zwar, dass Kira zu lange gebraucht hat, um das zu begreifen, aber letztendlich wurde das Element "Werwolf" so unauffällig und sanft eingeführt, dass es einfach nur schön zu lesen war. Die Idee, dass jemand tagsüber Wolf und nachts Mensch ist, weicht auch wieder vom typischen Werwolf Klischee ab und auch, dass "Sakima" nicht gebissen wurde, sondern dass es eine Strafe ist, frischt das ganze doch nochmal auf.

Ich fand das Buch lesenswert und hab es nach Eingewöhnung dann auch relativ zügig gelesen. Nur das Ende fand ich etwas unglücklich gehalten, denn irgendwie wirkt es so als wäre es okay, jemanden SPOILER! 

zu töten, also indirekt Selbstjustiz zu üben - aber da ist auch dann der Punkt, dass ich gerne wüsste, zu welcher Zeit das ganze spielt, denn früher war Selbstjustiz ja noch verbreiteter. Trotzdem finde ich, Mord ist niemals okay, selbst wenn die Ermordeten einen tyrannisieren. Es gibt immer andere Mittel und Wege. 

Fazit:

Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn ich ein wenig Eingewöhnungszeit gebraucht habe. Ich würde es so ab 15 Jahren empfehlen und auch Leuten, die nicht auf Fantasy stehen. Denn hier wird dieses Thema nur ganz leicht angeschnitten. 4 von 5 Federn :)



Vielen Dank an Avalanche des livres und Tara Nyx für dieses Rezensionsexemplar :)

1 Kommentar:

  1. ich finde der klappentext klingt echt gut und das cover gefällt mir ebenfalls, auch, wenn es sehr plastisch wirkt, wie du sagst ^^

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