Dienstag, 17. Januar 2012

[Rez] Alice Moss - Mortal Kiss 01



  • Gebundene Ausgabe: 347 Seiten
  • Verlag: INK; Auflage: 1 (4. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960181
 
Autorin: Alice Moss

Alice Moss wuchs in New York auf und pendelt mittlerweile zwischen Main und London in England. Wenn Alice nicht schreibt, liebt sie es zu wandern, zu fotografieren oder nach den neuesten Vintage Styles zu stöbern. 


Kurzbeschreibung (Amazon.de):
Als ihre Blicke sich zum ersten Mal treffen, steht für Faye die Welt still. Ihr Herz erinnert sich an diesen Jungen, scheint ihn seit einer Ewigkeit zu kennen. Dabei sind sie sich nie begegnet Doch Finn gibt sich distanziert, geht ihr demonstrativ aus dem Weg. Ganz im Gegensatz zu Lucas, der mit Faye flirtet, als gäbe es kein Morgen. Faye weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Und das ausgerechnet jetzt, wo alles um sie herum aus den Fugen gerät: Unheimliche Wölfe streifen durch die Wälder, eine Motorradgang hält die Stadt in Atem und die Polizei findet die Leiche eines Fremden im Schnee. Der Tote trug ein Foto bei sich. Ein Foto von Faye.



Erster Satz:

"Faye McCarron strich sich eine dunkelbraune, windzerzauste Strähne unter die gestreifte Wollmütze und bückte sich, um ein neues Foto zu machen."


Cover:
So, das Cover find ich im Gegensatz zu einigen anderen echt schön, denn irgendwie fängt es diese Kälte, die sich durch das ganze Buch zieht, gut ein.

Meine Meinung:

Ja, was soll ich sagen. Ich hatte mir mehr versprochen. 
Der Schreibstil wirkt unbeholfen und holprig und Alice Moss schafft es nicht, das aus der Geschichte rauszuholen, was es zu einem super tollen Buch gemacht hätte.
Die Idee an sich ist unter Autoren ja schon sehr beliebt und es ist auch schwierig zum Thema Werwölfe was anderes zu schreiben - aber durchaus möglich, siehe "Nach dem Sommer".
Leider hat mich Mortal Kiss an die Serie "Vampire Diaries" erinnert, doch was dort spannend und gut durchdacht wirkt, scheint in Mortal Kiss nur ein Abklatsch zu sein.
Und obwohl die Geschichte aus den verschiedenen Sichten der Charakter geschildert wird, kann man sich nicht wirklich in diese hereinversetzen. Die Gefühle werden zwar beschrieben, aber man fühlt sie einfach nicht, wenn ihr wisst, was ich meine.

Was noch merklich störte, war das sogenannte "Modebewusstsein" von Faye und Liz. Während die Welt droht unterzugehen, stehen diese beiden vor ihrem Schrank und überlegen, was sie zum "Weltuntergang" anziehen sollen, schminken sich und quatschen. Ich denke, die Autorin wollte in dem Falle eine gewissen Normalität vermitteln, was ihr leider nicht geglückt ist. Es wirkte einfach nur Fehl am Platz.
Ebenso das Ende, während es hinter ihnen kracht und explodiert, stehen alle da und unterhalten sich - zwar über die Lösung des Problems, aber doch ohne Angst oder generell Emotionen. In meinem Kopf entstand irgendwie der Eindruck, dass sie sich in einer Blase durch einen Sturm bewegen. 

Auch den Szenen zwischen Faye und Finn - die Namen find ich übrigends wunderbar - fehlt das prickeln, sie wirken sehr flach und ehe dann mal etwas passiert, verlässt Finn die Szene oder Lucas taucht auf. Schade.
Auch bei Lucas und Finn spürt man die Rivalität nicht - ich meine, wenn zwei das selbe Mädchen wollen, müsste man doch zwei kämpferische Jungs erleben, die nicht einfach aufgeben, so nach dem Motto: "Du kannst sie haben!" Den Punkt fand ich zum Ende hin sehr unglücklich gelöst.

Generell kommt nicht viel neues was die Story angeht und auch das Ende wird recht schnell abgewickelt. Der Schreibstil ist leicht, aber holprig - könnte aber auch an der Übersetzung liegen, denn des öfteren kam mal ein Satz, bei dem man wirklich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat. Die Perspektive wechselt je nach Kapitel, die recht kurz gehalten sind, zwischen Faye, Liz, Finn und Lucas.

Ich würde das Buch so zwischen 12 und 15 Jahren empfehlen, denn mir war der Schreibstil und das Verhalten der Protagonisten doch etwas zu kindlich. Schade fand ich auch, dass bis zum Ende nicht aufgeklärt wurde, was es denn mit der Leiche vom Anfang eigentlich auf sich hatte und auch der Epilog lässt mich fragend zurück. Ich denke, ich werde mir überlegen, ob ich Teil 2 noch eine Chance gebe oder nicht.

Fazit:

Leider für mich eine Enttäuschung, wenig neues, wenig Gefühl und noch dazu eine sehr holprige Übersetzung. Da wäre mehr drin gewesen. 

2 von 5 Federn :(


Vielen Dank an Egmont Ink für dieses Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. voll meine Meinung, Schwester :-D
    mich hat vor allem so gestört, dass ich nicht wusste, weshalb Faye und Finn sich jetzt eigentlich mögen, da gabs nicht mal 1 ordentliche sGesprächsszene. Das hat alles andere in den Hintergrund treten lassen :-P Ich fand das Buch auch nicht so gut.

    AntwortenLöschen
  2. Hi, über die facebook-Gruppe bin ich auf deinen Blog gekommen und Kompliment, dein Design gefällt mir sehr gut.
    Ich hatte auch die Möglichkeit, das Buch zu lesen, habe aber drauf verzichtet, weil ich schon befürchtet habe, dass die Geschichte nicht so prickelnd werden könnte. Und deine Rezi hat mich darin bestätigt.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen