Montag, 5. Dezember 2011

[Rezi] Kai Meyer - Frostfeuer






Inhalt (Amazon):

Sankt Petersburg, 1893: Seit jemand den Herzzapfen der Schneekönigin gestohlen hat, wird der Winter immer grausamer, und Eis und Schnee erobern die Stadt. Das kümmert Maus allerdings wenig. Denn das Mädchen, das im Hotel Aurora die Schuhe und die Baderäume putzt, hat das Hotel noch nie verlassen. Ihre traurige Welt beschränkt sich auf die Räume, Treppen und geheimen Schlupfwinkel des Hotels -- und auf die anderen Angestellten, die ständig auf ihr herumhacken. Doch dann zieht eine geheimnisvolle Frau ein, zusammen mit einem seltsamen stummen Jungen. Außerdem taucht Tamsin Spellwell auf, die nicht nur erstaunlich bunte Kleider, sondern auch magische Kräfte besitzt. Schon bald steckt Maus mitten in einem Kampf um das Schicksal der Welt. Und es ist gar nicht so leicht, herauszufinden, wer dabei gut und wer böse ist ... 


Meine Meinung:
Mir hat das Buch gefallen. Es ist schon Jahre her, dass ich die Merle - Trilogie von Kai Meyer gelesen hab und dies war nun das erste Buch, dass ich nach langer Zeit von ihm gelesen habe. Ich bereue, es so lange nicht getan zu haben. Dieses Buch war eine meiner SuB - Leichen, leider.

Kai Meyer ist ein wunderbarer Erzähler, er spinnt Geschichten, kleine Fäde um einen herum, die einen einspannen und zum Höhepunkt der Geschichte reißen, sobald sie alle aufeinander treffen.
300 Seiten kurz ist das Buch und doch alles gesagt, Maus ist ein Kind aus dem sozialen Unterfeld, sie wird von ihren "Kollegen" gemobbt und ihr einziger Freund ist der erwachsene Kakuschka. Ihm hat Maus auch anvertraut, dass sie sich nicht raus in die Welt außerhalb des Hotels traut. 
Als sie dann auf die Schneekönigin und Tamsin Spellwell trifft, verändert sich alles für sie. Wunderbar spannt Kai Meyer eine Geschichte um die böse Gestalt des Zaren und verbindet diese mit der fantastischen Gestalt der Schneekönigin. 
Auch in nur 300 Seiten schafft man es, Geschichten eine Wendung zu geben, die selbst mich an Tamsin zweifeln ließ und für einen Moment denken ließ, dass vielleicht doch die Schneekönigin nicht die böse ist.

Aber natürlich nur kurz ;)

Die Charakter sind schön ausgebaut, die Ideen fantastisch. Vorallem die Ideen von kämpfenden Schirmen, sich wehrenden Worten und Hüten als Versteck, sowie die sieben Pforten machen das Buch zu einem Vergnügen. Mir hat es Spaß gemacht "Frostfeuer" zu lesen und ich kann es ruhigem Gewissen jedem für ein paar schöne, entspannte Lesestunden empfehlen. Die Sprache ist schön, die Charaktere symphatisch und verständlich, die Geschichte gut durchdacht und das Ende irgendwie schön :)

Alles in allem ist es kein Buch, bei dem ich mir denke "Wow, nochmal lesen", sondern eher eine schöne Lektüre für zwischendurch, die nicht zu lang und nicht zu kurz ist.


Fazit:

4 von 5 Sternen :)

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